
Propolis Tinktur und Propolis Granulat
Jetzt im Spätsommer stellen die Bienen ihre Wachsproduktion ein und beginnen sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Es werden die letzten Pollen gesammelt und der Bienenstock wird mit Hilfe von Propolis abgedichtet. Aber was ist dieses Bienenharz?
Das Wort Propolis stammt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich übersetzt vor (Pro) der Stadt (Polis). Damit ist natürlich die Bienenwohnung gemeint. Die Bienen schützen damit ihre Behausung vor Bakterien, Pilzen, Viren und Keimen.
Für die Bienen hat das Kittharz, wie es auch genannt wird, Baustoffcharakter. Sie kitten damit jede Ritze, Fuge und undichte Stelle des Bienenstockes zu. Auch eingedrungene, getötete Fremdlinge werden mit Hilfe von Propolis mumifiziert, wenn sie nicht aus dem Stock geschafft werden können. Am Eingang befindet sich oft ein „Fußabtreter“ aus Propolis, so dass jede an- und abfliegende Biene in Kontakt mit dieser natürlichen Desinfektion kommt.
Den Rohstoff für das Baumaterial sammeln die Bienen an den Blattknospen von Bäumen, wie Birken, Erlen und Pappeln. Diese harzige Masse wird mit Pollen und Drüsensekreten vermengt und es entsteht ein hygienisches, antibiotisches Produkt.
Propolis enthält eine lange Liste von Wirkstoffen, wie ätherische Öle, organische Säuren, Aminosäuren, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Flavonoide. Bisher wurden über 200 verschiedene Inhaltsstoffe identifiziert, obwohl dies auf Grund der nicht gleichbleibenden Zusammensetzung von Propolis schwierig ist. Diese variiert je nach Pflanzenart, Jahreszeit und Umgebung.
Dass Propolis ein hochwirksames Antibiotikum ist, war schon in der Antike bekannt. Dieses zwischenzeitlich bei uns verloren gegangene Wissen trat erst Mitte des vorigen Jahrhunderts wieder zutage, während es z. B. in der Volksmedizin des Kaukasus überdauerte. Heute ist Propolis eine wichtige Säule der Apitherapie – der Bienenheilkunde. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen die Wirksamkeit gegen Viren, Pilze und Bakterien. Dies gewinnt heute immer mehr Bedeutung, da es bei Propolis keine Resistenz und auch keine Nebenwirkungen gibt. Die einzige Einschränkung besteht bei Pollenallergie. Hier kann es durch den im Propolis eingeschlossenen Pollen zu allergischen Reaktionen kommen, die allerdings sofort bei Beendigung der Einnahme verschwinden.
Propolis als Tinktur wird vorbeugend oder lindernd bei Zahnfleischentzündungen sowie Grippe eingesetzt und ist erfolgreich bei Herpes-Infektionen und Hämorrhoiden. Als Inhaltsstoff in Wundsalben wirkt es nicht nur bei Brandwunden, sondern auch bei Akne. Auch bei Tennisarm, Ischialgie und Arthritis wird Propolissalbe von alternativen Medizinern verwendet.
Propolis lindert und heilt vor allem bei entzündlichen Prozessen. Es regt die Selbstheilungskräfte im Körper an und unterstützt oft eine medizinische Therapie.